G A L E R I E      Antje Wichtrey
Der Holzschnittzyklus “Menschenrechte

 
 



 



 


Antje Wichtrey
Der Holzschnittzyklus “Menschenrechte


Antje Wichtreys großes Interesse an Literatur und Texten, die die Welt bewegen, legte die Auseinandersetzung mit den Artikeln der Menschenrechte nahe. Sie wählte 14 davon aus, die sie für besonders wichtig hält. Da jedes Foto Verletzungen von Menschenrechten weitaus besser darstellt - und leider fehlt es nicht an Fotos – stellte sie dem Text jeweils ein Bild gegenüber.

Holzschnitte sind in Form und Farbe sehr reduziert - so treten sie nicht in Konkurrenz zu den Texten, sondern bieten einen visuellen Anreiz, sich mit den Artikeln zu beschäftigen. Die Haltung der Figuren, ihre Konstellation im Raum und zueinander, stellen den Inhalt der Artikel dar. Es gibt in den Bildern keine Symbole, keine Gegenstände, keine Architektur, keine Landschaft. Allein die Menschen vermitteln die Bildaussage: Keine konkreten Personen, sondern menschliche Gestalten an sich – weil es um den Menschen schlechthin geht. Auf diese Weise werden die Motive zu Chiffren, die für die Einhaltung oder Missachtung der Menschenrechte überall auf der Welt stehen.
Die Figuren können für jeden von uns stehen. Sie drücken die Beziehungen der Menschen untereinander aus, ihre innere Haltung, sie spiegeln Unterdrückung und Akzeptanz, Kontakt und Gleichgültigkeit, Unterstützung und Zurückweisung, Bewegung und Starrheit, Nähe und Distanz, Einsamkeit und Geborgenheit, Trauer und Heiterkeit, Sorge und Gelassenheit.

Die Künstlerin hatte zunächst geplant, die Menschenrechtsartikel in unterschiedlichen Farben darzustellen. Doch: “Mit welchem Recht ist Folter schwarz oder Versammlungsfreiheit rot? Die Bedeutung jeder einzelnen Farbe wäre zu groß gewesen.” So entschied sie sich für eine Grundton – denn alle Artikel sind gleich wichtig: Ein ganz dunkles, silbern schimmernde Grau, ein Silber-Anthrazit. So wird Farbe zum Material, das in seiner Wirkung edel, würdevoll, vornehm, ja kostbar ist – wie die Menschen wertvoll sind, die es mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu schützen gilt.

Idee und Ausstellung
Die Idee entstand in der ai-Ortsgruppe Wiehl auf der Suche nach neuen Wegen der Öffentlichkeitsarbeit. Die Ausstellung macht ihre Besucher mit den Menschenrechtsartikeln bekannt und weckt das Interesse für die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen.
Der Bilderzyklus regt Schulen und Jugendgruppen zur eigenen kreativen Auseinandersetzung mit der Thematik an. Er umfasst 32 Bilder im Hochformat 45 x 80 cm, davon 14 Farbholzschnitte, zu denen jeweils der entsprechende handgeschriebenen Artikel gehört, außerdem die Präambel und eine Tafel mit allen Artikeln.

Zusätzlich können leere Rahmen für vor Ort entstandene Arbeiten und eine zusammenklappbare Vitrine ausgeliehen sowie Materialien zur Werbung/Öffentlichkeitsarbeit und schließlich Ausstellungskatalog und Overhead-Folienserie sowie Farbholzschnitt- und Siebruck-Originale bestellt werden.






Zur Person

Antje Wichtrey

1966 Geburt in Hildesheim, Studium der Kulturpädagogik ebenda, lebt und arbeitet heute in Granada (Spanien) und München. Seit 1989 überwiegend Holzschnitte, oft inspiriert von literarischen Vorlagen.
Einzelausstellungen und Beteiligungen in München, Hamburg, Frankfurt, Bonn, Mainz, Hannover, Emden, Freiburg, Wiehl, Antwerpen, Madrid, Santiago, Granada.

Auswahl an Projekten und Künstlerbüchern:
“Kassandra” von Christa Wolf,
“Buch der Fragen” von Pablo Neruda
“Hohelied der Liebe” und Psalm 23 aus dem AT
“Und ich sehe die Wüste” von Max Frisch
“Die Abenteuer des Don Quijote - Der Kampf mit den Windmühlen” von Miguel de Cervantes
“Flamenco”, Zyklus von 9 Holzschnitten
“Menschenrechte” Holzschnittzyklus, Leihausstellung

Kontakt
www.antjewichtrey.com
galerie-traudisch.de/ausstellungen.wichtrey.m.shtml





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