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G A N D H I - Preis |
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"Tag für Tag werden Dinge sichtbar, von denen wir nicht zu träumen wagten; das Unmögliche wird immer möglich. Unser Staunen über die faszinierenden Entdeckungen im Bereich der Gewalt reißt nicht ab. Aber ich behaupte, dass im Bereich der Gewaltfreiheit noch viel traumhaftere und scheinbar unmögliche Entdeckungen gemacht werden." (Gandhi) Mahatma Gandhi - Stichworte zum Lebenslauf Als Mohandas Karamchand Gandhi am 2. Oktober 1869 in der kleinen indischen Küstenstadt Porbandar zur Welt kam, ahnte noch niemand, auf welch erstaunliche Art und Weise dieser Mann einmal das Denken und Handeln von Millionen Menschen beeinflussen würde. Nach dem Jura-Studium in London standen für den jungen Anwalt zunächst Karriere und Geld im Vordergrund, doch diese Einstellung ändert sich, als er beruflich in Südafrika lebte. Aufgrund eigener Erfahrungen beschloss Gandhi, gegen die Unterdrückung und Benachteiligung der Inder durch die weißen Herren des Landes anzukämpfen. Jedoch war er dabei kein gewöhnlicher Rebell. Er wollte sein Ziel, die Abschaffung von Wahl- benachteiligungen, Wohnsitzbeschränkungen und schikanösen Steuern, nicht mit Gewalt erreichen, sondern er appellierte an die Gerechtigkeitsliebe und die Achtung der Menschenwürde durch den Gegner. Diese Art des politischen Kampfes, der durch friedliche Demonstrationen und gewaltfreien Protest auf Ungerechtigkeiten und Mißstände hinwies, nannte er "Satyagraha" - Kraft durch Wahrheit und Liebe. Mir dieser Strategie zog er Tausende von Menschen in seinen Bann. In jahrelangem Kampf gelang es, einige der Ziele zu erreichen. Doch auch in seinem seit Jahrhunderten von den Briten besetzten Heimatland wurden die Inder unterdrückt und ausgebeutet; die indische Bevölkerung selbst war gespalten in verschiedene Religionen, Rassen und Kasten. Als er - inzwischen weltbekannt - nach Indien zurück kam, gelang es ihm, auch hier immer mehr Menschen auf seine politischen Ideen aufmerksam zu machen. Es entwickelte sich eine Massenbewegung, die Gewaltverzicht, Toleranz und Nächstenliebe. Durch gewaltlosen Widerstand gelang es immer wieder, den britischen Besatzern Zugeständnisse abzuringen. Als im August 1947 Indien selbständig wurde, schien ein Traum in Erfüllung zu gehen. Doch die Unterschiede zwischen Moslems und Hindus waren groß und der Hass gegen jeweils Andersgläubige wuchs immer weiter. Gandhi versuchte zu vermitteln, doch die ehemalige Kolonie spaltete sich in zwei Staaten: Pakistan und Indien. Als Gandhi, der von seinen Anhängern "Mahatma" ("Große Seele") genannt wurde, am 30. Januar 1948 bei einer Kundgebung erschossen wurde, trauerten Millionen auf der ganzen Welt um einen Mann, der weder ein großer Feldherr noch ein einflußreicher Staatsmann war, sondern seine Vision gelebt hat, durch Liebe den Hass zu besiegen. Im "Hintergrundmaterial Gandhi" finden Sie neben den Lebensdaten eine 7-seitige Biografie von Ragnar Müller, die auf seine wichtigsten Ideen und Lebensstationen eingeht, einen Text über "Satyagraha" von Gandhi selber, "Hinweise für Konflikt-Lösungen" gemäß seinen Vorstellungen sowie eine Literatur- und Medienauswahl, die anregt sich in Deutsch oder Englisch weiter mit ihm und seinen Ideen zu beschäftigen. |